1/29/2015

Zurück finden - neu ankommen

Am Montag hat die Kleine Dame nach drei langen Wochen endlich den Gips abgenommen bekommen. Zuletzt war sie damit sicher gelaufhumpelt und eigentlich sehr zufrieden. Nun muss sie das Laufen wieder lernen und ist sehr frustriert und sauer darüber, wie das Bein noch schmerzt. Doch wir befolgen den Rat des Arztes und schenken der Sache kaum Aufmerksamkeit im Sinne von Übungen oder Überdramatisierung. Ich beschreibe ihr immer wieder, dass es dauert, bis ihr Bein wieder Kraft hat und sie selbst fühlen muss, was sie schon kann. So schiebt sie ihre Babys im Buggy auf Knien rutschend durch die Gegend. Oder spielt mit ihrem Kehrblech aufräumen und geht zum Müll. Auch in der Krippe kommt sie wieder an und freut sich sehr, bei den Kindern und Erzieherinnen zu sein.

Seit Weihnachten war ich nun zu hause, habe mich fast gefühlt wie in Elternzeit-Zeiten. Seit gestern bin ich nun wieder im Büro, berate Studies, kümmere mich um dies und das und merke: ich muss auch erst mal wieder hier ankommen. Auch wenn es nur für kurz ist, denn bald ist die Zeit an der Uni endgültig vorbei und ich arbeite als Lehrerin an einer Berufsschule. Dafür muss ich a) die ganzen Unterlagen lesen, die mir zur Verfügung gestellt wurden und b) mit mit dem Gedanken anfreunden, dass meine Arbeit in Zukunft viel weniger selbst bestimmt ist als die letzten Jahre. Mal sehen, wie mir das gefällt, Lehrerin sein. Denn davon hängt auch ab, ob ich nach der Elternzeit dahin zurückkehre und mich um eine Referendariats-Platz bewerbe.

Mein erster SpielRaum-Kurs ist nun zu Ende. Acht aufregende Termine mit tollen Müttern und ihren Kindern liegen hinter mir. Ein paar wollen wiederkommen, einige neue Anmeldungen habe ich auch schon....ein schönes Gefühl!

Hoffentlich treffen wir bald eine Entscheidung was unsere Wohnsituation angeht, denn je schwangerer ich werde, desto gestresster bin ich von unserem Mini-Haus mit seinen Treppen und Macken und der Winterkälte und der Öl-Ofen-Wärme. 

 Ach, und hoffentlich beendet die Telekom ihr "Fühlen-Sie-Sich-wie-in-der-DDR-Spiel" bald mit uns und schließt uns endlich endlich endlich ans Festnetz und Internet an, denn der Surfstick ist ein lahmes Ding und ich habe einfach Sonntags gerade keinen Nerv, Fotos von unserem Wochenende hochzuladen....

So,  ich habe genug vom Winter und will wieder solche Sonnen-Sonntage:


1/23/2015

Stilles Ende

Lang ersehnt und nun doch irgendwie überraschend stillt die Kleine Dame sich gerade ab. Ich bin erstaunt, dass sie dann doch trotz ihrer offensichtlichen Liebe zu meiner Brust verstanden hat, dass es ein Ende haben muss. Einmal am Tag, morgens, da will sie noch. Abends schläft sie besser ein, seitdem wir nicht mehr einschlafstillen. Und manche Nacht haben wir nun sogar durchgeschlafen.

Ich bin erleichtert, erstaunt und genieße es. "Lasst mir Zeit" hat sich mal wieder bewährt und uns vor Schmerz und Kampf bewahrt.

1/19/2015

Wochenende 17./18. Januar 2015

Da ich leider gerade wegen des Gipsbeines der Kleinen Dame und sonst ein paar Dingen irgendwie nicht zum Bloggen komme, möchte ich euch wenigstens ein paar Bilder unseres Wochenendes zeigen .

 Dieses Wochenende war verrückt, eigentlich stand nichts besonderes an. Am Freitagabend war ich mit einer Freundin bei einem netten Nähabend. Doch dann kam ein Anruf von einer Maklerin und wir haben uns eine wunderschöne Eigentumswohnung in einem echten Schloss angeschaut und seitdem stehen wir Kopf und denken nach, wann und wie wir Entscheidungen treffen können.

Freitagabend: Der Hund ist müde. Oder desinteressiert.

 
Die Kleine Dame und der Liebste spielen noch, sie steht trotz Gipsbein.

 Samstagmorgen. Noch ist alles ruhig. Wir frühstücken die von der netten Verkäuferin geschenkten süßen Brötchen vom Vorabend. 

 Samstag, halb zwölf. Wir sind auf dem Weg zu Besichtung der Wohnung und der Gemeinschaftsräume. Die Wohnung liegt im dritten Strock eines 1500 gebauten Schlosses. Der Aufstieg ist anstregend, der Ausblick gigantisch. Die Wohnung ist toll. Die Grübeleien und Diskussionen beginnen.

 Samstagabend: Immer noch, das Gibsbein.



  Sonntagmorgen: Die Nacht war kurz, ich bin wach geworden, als der Liebste nachhause kam und konnte nicht mehr schlafen. Nach dem Frühstück fahren der Liebste und die Kleine Dame zur Ur-Oma. Ich fange an die To-Do-Liste abzuarbeiten: Orga-Kram für die Krippe und unsere Hochzeit.


 
Sonntagmorgen: Der Blick in den Garten: Brrrr.


 Sonntag im Lauf des Tages: "Pusseln." Wenigstens nicht mehr "MurmelnMurmelnMurmeln"



Sonntag irgendwann: Kind und Hund im Dialog. Nach dem Mittagsschlaf waren wir spazieren und anschließend essen. Wir Erwachsene sind so müde, dass wir beim Tatort-Schauen einschlafen....



1/11/2015

Rückblick in die Winterpause und Wochende 10./11.1. 2015



Bevor ich euch die Fotos vom aktuellen Wochenende zeige gibt es ein paar Rückblicke in unsere vergangenen drei entspannten Wochen….keine Arbeit, keine Schule, viel Familienzeit und SCHNEE!


 Der Große Junge und ich spielen unser Weihnachstkonzert.

 Weihnachstbaumbeschau mit der lieben Tante.

 Schnee!! Viel! In unserem Garten. Die Kleine Dame hasst es. 

 Spielen in und mit Weihnachstgeschenken.

                                                                            
                                                                                          Kunst. Und so....


Unser Rhythmus ist total durcheinander…die Kleine Dame schläft erst um halb elf ein, wacht aber auch erst morgens um kurz vor neun auf. Unser Alltag ist geprägt davon, sie mit ihrem Gipsbein und der damit einhergehenden Unselbstständigkeit zu bespaßen. Das heißt vor allem „Murmeln“ spielen mit der vom Ur-Ur-Opa gebauten Murmelbahn. Dann haben wir nach einer Woche Urlaub bei einer Studentin den Hund wieder eingesammelt, waren auf dem stürmischen Markt uns haben Blumen für eine Freundin gekauft, die vor ein paar Tagen ihr viertes und fünftes Kind gesund auf die Welt bringen durfte,  und anschließend lecker türkisch essen. Dann war ich für besagte Freundin Windeln und Stilleinlagen usw. einkaufen. Zuhause hab ich dann meinen Gilmore-Girls- Wahnsinn weiter betrieben und nach dem Mittagsschlaf haben wir  endlich mal wieder das Bad geputzt.

 Heute dann wieder Murmeln, Frühstück und anschließend die Ur-Oma besucht und den Hochzeitstermin bekannt gegeben. Auf dem Heimweg hat mich dann schon wieder die Migräne gepackt und ich lag bis auf eine Koch- und Esspause im Bett. Der Liebste ist großartig. 

 


1/05/2015

Liste des Wahnsinns 2015



Meine Liste des Wahnsinns
Nike von going-weird hat immer so tolle Listen zu Jahresbeginn, was sie sich alles so vornimmt fürs kommende Jahr. Da bei uns ein paar Wahnsinnsprojekte anstehen, kopiere ich diese Idee und lasse euch teilhaben


  1. Ein neues Haus finden, das wir kaufen können, dass genug Platz für uns alle (bald fünf plus Hund) hat, in einer guten Lage unserer Stadt ist, einen schönen Garten, nette Nachbarn hat und bezahlbar ist.
  2. Oder: unser jetziges Grundstück und Haus kaufen, Haus abreißen, ein Neues bauen 
  3.  Wohnung finden, in der wir in der Bauzeit wohnen können (für bald fünf plus Hund;(
  4. Heiraten. Standesamtlich aber trotzdem mit einem kleinen Fest. Am Besten in der Heimatgemeinde des Liebsten, damit Oma (bald 99) auch kommen kann. 
  5.    Jobwechsel. Von der Uni in die Schule. Klassenlehrerin. Ahhhhh! 
  6.    Mich mit dem Thema „Gewaltfreie Kommunikation“ außeinandersetzen.
  7. Meine Eltern-Kind-Kurse weitermachen.
  8.   Dem Großen Jungen zum 10. Geburtstag ein Fotobuch gestalten, in dem er seine ersten zehn Lebensjahre anschauen kann.
  9. Den Liebsten im Ref begleiten und unterstützen. 
  10.   Endlich meine Bafoeg-Schulden bezahlen. Danke, Mama! 
  11.   In den Osterferien einen schönen Familienurlaub (im Warmen?) machen. 
  12.    Der Kleinen Dame aus den Kommoden vom Sperrmüll eine Kinderküche bauen.
  13. Das Haus entrümpeln. 
  14.    Den Gemüsegarten wieder so erfolgreich bewirtschaften. 
  15.   Eine Geburt meistern und ein gesundes Kind mit nachhause nehmen und als Großfamilie überleben.

Winterzeit.Offlinezeit



Weihnachten und der Ausklang des alten Jahres haben alle meine Energie gebündelt. Es gab viel Schönes aber auch viel Trauriges bzw. Nachdenklichmachendes und ich hab einfach mal ein Offline-Zeit gebraucht. Silvester hab ich zum ersten Mal endlich verschlafen und noch nicht einmal einen Hausbrand in der Nachbarschaft mitbekommen.
Heute wollten wir eigentlich in den Urlaub in den Bayrischen Wald fahren. Doch die Kleine Dame und der Große Junge haben Samstagmorgen zu wild getobt und nach einem aufregenden Tag in der Notaufnahme (Uniklinik Gießen – alle dort  waren super!) – inklusive Vollnarkose hat sie nun einen Bein-Hüft-Gips und ich liege im Bett. Nach zwei Tagen Kind tragen, hatte ich Unterleibsziepen und schlechte Erinnerungen kamen hoch. Doch das Baby hat freundlich gewunken, am Daumen gelutscht und erfreut sich bester Gesundheit. Der Liebste kümmert sich um alles und ich bin einmal mehr froh ihn zu haben. Als wäre das alles nicht genug, habe ich gerade die furchtbar traurige Nachricht bekommen, dass die Frau meines Stiefbruders kurz vor ET das Kind verloren hat. Solche Nachrichten machen einfach nur sprachlos. Wir kennen uns nicht, aber es ist trotzdem nah, weil ich über die Frau meines Vaters immer auf dem Laufenden gehalten wurde. Puhhh....